Seit einigen Wochen ist das Tragen eines Mundschutzes in vielen öffentlichen Bereichen zur Pflicht geworden. Vor allem im Einzelhandel, an der Universität sowie in in öffentlichen Verkehrsmitteln kommst Du in den meisten Fällen nicht mehr um eine Maske herum. Auch in einigen unserer Jobs musst Du mittlerweile einen Mund-Nase-Schutz tragen. Damit Du auch mit begrenzter Anzahl an Masken gesund und sicher durch Deinen Alltag kommst, verraten wir Dir, wie Du Deinen Mundschutz am besten reinigst.

Warum muss ich meinen Mundschutz überhaupt reinigen?

Nur wer seine Maske richtig reinigt oder desinfiziert, ist vor potenziellen Viren, Bakterien und Pilzen geschützt. Das Robert Koch Institut rät dazu, dass alle Menschen in der Öffentlichkeit eine Maske tragen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Beim Tragen der Maske ist die richtige Hygiene wichtig, um gesund zu bleiben. So ist es zum Beispiel wichtig, eine Maske nicht häufiger als einmal zu tragen. Denn beim Ein- und Ausatmen gelangt Feuchtigkeit in die Maske, wodurch es zur Entstehung von Schimmelpilzen kommen kann, die Du nicht einatmen solltest. Darüber hinaus könnte auch die Außenseite der Maske kontaminiert sein. Aus diesen Gründen solltest Du Deinen Mund-Nase-Schutz regelmäßig reinigen.

Wie reinige ich meinen Mundschutz richtig?

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt, dass Du Deinen Stoffmundschutz bei mindestens 60 Grad in der Waschmaschine reinigst, um alle Viren und Pilze zu beseitigen. Eco- oder Sparprogramme sind leider nicht geeignet, da hier die Temperaturen zu niedrig sind.

Falls Du keine Waschmaschine hast, kannst Du Deine Maske auch in einem Topf auf Deinem Herd kochen. Erhitze dafür Wasser auf 60 Grad, lege Deine Maske hinein und warte zehn Minuten. Wenn Du kein Thermometer hast, kannst Du das Wasser erst zum Kochen bringen und dann ca. 5-7 Minuten mit geschlossenem Deckel stehen lassen.

Achtung: Vom RKI und der WHO wird das Waschen in der Waschmaschine empfohlen! Bei anderen Methoden ist nicht garantiert, dass Viren zu 100% entfernt werden.

Welche Alternativen gibt es?

Mundschutz im Backofen reinigen oder bügeln

Prof. Dr. Christian Drosten hat in einem seiner Podcasts erzählt, dass die Reinigung Deines Mundschutzes auch im Backofen funktionieren könnte, wenn Du natürlich vorsichtig bist. Erhitze Deinen Ofen dafür auf 70 Grad und „backe“ Deine Maske ungefähr 30 Minuten, damit alle Viren absterben, aber das Material nicht beschädigt wird. Beachte bei dieser Methode, dass ihre Wirksamkeit nicht bewiesen wurde.

Alternativ kannst Du Deinen Mundschutz auch sterilisieren, indem Du ihn bügelst. Achte hierbei aber darauf, Deine Maske lange und gründlich zu bügeln – auch zwischen den Falten!

Desinfektion in der Mikrowelle

Die Desinfektion in der Mikrowelle ist einfach und effektiv. Lege Deine Maske mit der Außenseite nach unten auf zwei Gefäße mit Wasser und erhitze sie für ca. zwei Minuten bei 750 Watt. Durch den Wasserdampf wird die Maske gereinigt, die Filterwirkung aber nicht zerstört. Genau wie bei der Backofen- oder Bügelmethode ist auch hier nicht wissenschaftlich belegt, dass potenzielle Viren wirklich beseitigt werden.

Vorsicht: Beinhaltet Deine Maske Metallteile (z.B. außen als Nasenbügel), darf diese nicht in die Mikrowelle! Auch Kunststoffe dürfen nicht in der Mikrowelle oder im Ofen erhitzt werden, schlimmstenfalls fangen diese Feuer.

Fazit

Obwohl es verschiedene Methoden gibt, Deine Maske zu reinigen, solltest Du sie bevorzugt in der Waschmaschine bei mindestens 60 Grad waschen. Hier ist Dir am ehesten garantiert, dass alle möglichen Viren und Pilze vollkommen beseitigt werden. Außerdem handelt es sich um die sicherste Methode, bei der am wenigsten schiefgehen kann. Achte in jedem Fall darauf, dass Du Deine Maske mit Vorsicht behandelst und nach dem Tragen nicht ihre Außenflächen berührst.