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Wir wolllen wissen, was unsere Studierenden im Leben antreibt, wie sie Uni und Arbeit miteinander vereinbaren und welche Erfahrungen sie als bei uns sammeln.

Zenjob: Hi Leander, schön Dich hier in Moabit zu treffen. Magst du kurz was über dich erzählen?

Leander: Ich studiere Bio-Chemie auf Lehramt und bin Surfer. 1x pro Jahr fliege ich für 2 Monate nach Frankreich und arbeite dort als Surflehrer.

Eigentlich wollte ich nach meinem Abitur nach Ghana ein Pflegepraktikum machen. Meine Mum und meine Ex haben mich davon abgebracht (lacht). Am Ende hieß es dann trotzdem „Ciao“ und ich bin für das Studium vom Schwarzwald nach Berlin gezogen.

Zenjob: Wie haben sich Deine ersten Monate in Berlin angefühlt?

Leander: Es war wichtig für mich aus meiner Komfortzone auszubrechen. In der Schule sagt dir jeder was du zu tun hast. Dann kommst du in die Uni und die Leute sagen dir: „Alles was du hier hörst, ist klausurrelevant.“ Du kommst in eine fremde Stadt und kennst dort niemanden. Also finde mal neue Freunde. Du musst Leute kennenlernen, mit dem Studium klarkommen, eine Wohnung finanzieren und dein Leben selbst organisieren.

Ich bin dann in eine 7-Zimmer-WG nach Neukölln gezogen und gleichzeitig in einer komplett anderen Welt angekommen. Die Menschen, das Essen, die Umgebung — einfach nur Kulturschock!

Zenjob: Schon einmal „4 Blocks“ gesehen?

Leander (lacht): Ja, kann ich jedem empfehlen. „4 Blocks“ gehört zu meinen Lieblingsserien. „Haus des Geldes“ und „Rick and Morty“ würde ich auch wärmstens empfehlen.

Zenjob: „Serien schauen“ ist ein zweites Hobby neben Surfen?

Leander: Ja, außerdem tanze ich auch. Früher habe ich „Standard” und „Latein” getanzt und jetzt möchte ich mich eher auf Jazz-, Modern- und Musical Dance fokussieren.

Zenjob: Dein Leben ist ziemlich vollgepackt. Surfen, Tanzen und im Durchschnitt arbeitest Du zwei Mal die Woche. Jetzt bist Du ja auch gerade direkt von der Arbeit ins Café gekommen. Magst Du mal kurz erzählen, wie Dein Arbeitsleben neben dem Studium aussieht?

Leander: Ja, stimmt. Ich habe viele Hobbies, muss für die Uni lernen und nehme häufig Jobs über die Zenjob App an. Im Schnitt komme ich auf 750 Euro pro Monat und gehe ca. 8–9 Mal im Monat arbeiten. Am meisten buche ich Kassierer-Jobs. Diese sind gut bezahlt. Für den Job muss man lediglich ein wenig Kopfrechnen können und freundlich sein. Außerdem achte ich darauf, dass die Jobs in der Nähe von meiner Wohnung sind, damit ich nicht so viel Zeit in der S-Bahn verschwende. Heute habe ich als Teamleiter gearbeitet und für andere Studenten eine Kassierer-Schulung gegeben. In 6 Stunden habe ich 90 Euro verdient.

Zenjob: Was würdest Du Studenten empfehlen, die in eine neue Uni-Stadt ziehen und noch nie einen Nebenjob absolviert haben? Wie hast Du Dich vor Deinem ersten Job gefühlt?

Leander: Ich glaube die größte Hürde ist, sich zu überwinden einen Job anzunehmen. Oft traut man sich am Anfang nur sehr wenig zu und ist unsicher, wie man auftreten soll. Ich habe mich am Anfang auch gefragt, kann ich diesen oder jenen Job überhaupt machen? Heute weiß ich, dass es überhaupt keinen Grund dafür gibt nervös oder unsicher zu sein. Zenjob bietet ja beispielsweise auch Jobs an, die keine Vorkenntnisse benötigen. Ich habe am Anfang z.B. Brillen im Lager von Mister Spex einsortiert. Der Job war super easy und ich habe während der Arbeit andere Studenten kennengelernt.

Als Teamleiter bei der Kassierer-Schulung sage ich immer zu allen: Seid offen und stellt Fragen — egal worum es geht! Nach ein paar Schichten kommt Routine in die Jobs. Entscheidend ist, dass sich Studenten überwinden den ersten Schritt zu machen, d.h. einen Job in der App annehmen und vor Ort erscheinen.

Zenjob: Was ist Dir wichtiger? Die Möglichkeit, selbst entscheiden zu können, wann, wo und wie oft Du arbeitest oder die schnelle Bezahlung bei Zenjob?

Leander: Für mich ist es ganz klar die Flexibilität. Mir ist wichtig, die Möglichkeit zu haben 1 x im Jahr nach Frankreich zu fliegen, um als Surflehrer zu arbeiten. Wenn ich eine klassische Werkstudententätigkeit bei nur einem Arbeitgeber hätte, wäre diese Flexibilität vermutlich nicht möglich. Dass ich die Jobs über die App buchen kann, ist neben der Flexibilität absolut „premium“.

Zenjob: Was meinst Du mit „premium“?

Leander: Naja, die ganze Welt digitalisiert sich doch. Das Problem ist, dass Deutschland noch lange nicht so fortschrittlich ist, wie andere Länder. Ich kenne auch keine andere App über die ich Nebenjobs buchen kann.

Ich sitze bei mir zu Hause auf der Couch oder in der Uni, scrolle durch die App und kann mir einen Nebenjob aussuchen. Das ist schon eine starke Vereinfachung des Arbeitslebens. Das wünsche ich mir auch für andere Lebensbereiche.

Statt Geld und Karriere wünscht sich Leander Flexibilität im Arbeitsleben.

Zenjob: Wie stellst Du Dir Dein Arbeitsleben in der Zukunft vor?

Leander: Eine große Karriere und Manager werden war noch nie mein Traum. Auch Geld ist mir nicht so wichtig. Klar, ich möchte schon einen gewissen Lebensstandard haben, aber ich strebe nicht danach viel Geld zu verdienen. Mir ist es wichtig, zukünftig viel Zeit für Freunde, Interessen und für die Familie zu haben. Ich erwarte von meinem zukünftigen Job Flexibilität und Raum, um mein Leben individuell gestalten zu können. Was ich mir auch nicht vorstellen kann, ist jeden Tag 10 Stunden vor dem Laptop zu sitzen.

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Über Leander: Geboren in Herrenberg, einer Kleinstadt im Schwarzwald. Tätowierte sich selbst betrunken auf einer Party 5 Punkte an seinen linken Knöchel. Sein letztes Reisziel war Vietnam. Seines nächstes Reiseziel ist eine Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn.

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