Studenten-Befragung 2019: Diese finanziellen Sorgen haben Studierende

Das Studentenleben bedeutet für viele junge Menschen eine spannende und lehrreiche Zeit, in der sie sich nicht nur einem Studium widmen, sondern auch persönlich weiterentwickeln. Doch die Studentenzeit ist nicht ganz günstig: Miete, Semesterbeitrag, Uni-Unterlagen, Freizeitaktivitäten und Co. reißen oft ein großes Loch in den studentischen Geldbeutel. Das Bild des “armen Studenten” steht symbolisch für die Geldprobleme vieler Studierender. Doch wie steht es aktuell um die Finanzen der Studierenden in Deutschland?

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben wir deutschlandweit insgesamt 2.142 Studierende ab 18 Jahren zu ihrer finanziellen Situation befragt. Darunter waren 1.253 Frauen (58,5 Prozent) und 889 Männer (41,5 Prozent). Die Altersgruppe der 18- bis 21-Jährigen machte mit 932 Teilnehmenden den größten Anteil der Befragten aus (43,5 Prozent). Von den 22- bis 25-Jährigen nahmen 908 Studierende teil (42,4 Prozent). 246 Umfrageteilnehmer waren im Alter zwischen 26 und 29 Jahren (11,5 Prozent). 56 Befragte waren 30 Jahre oder älter (2,6 Prozent). Von allen Umfrageteilnehmern erhalten insgesamt 409 Studierende staatliche Unterstützung durch BAföG (19 Prozent). Die Umfrage wurde vom 07. bis 18.10.2019 über unsere Zenjob-App ausgespielt.

Die Befragung liefert spannende Erkenntnisse, insbesondere was die Form der finanziellen Unterstützung und kostspielige Ausgaben anbelangt: Der Großteil der befragten Studierenden gibt an, dass er sich in Finanzangelegenheiten von den Hochschulen allein gelassen fühlt. Nachfolgend findet ihr sämtliche Umfrageergebnisse.

Die Umfrage zeigt, dass mehr als die Hälfte der befragten Studierenden auf das zusätzliche Einkommen durch einen Nebenjob angewiesen ist. Jeder Fünfte empfindet einen Nebenjob hingegen als praktischen Ausgleich zum Studium.

Obwohl sie volljährig sind, werden mehr als 60 Prozent der Umfrageteilnehmer noch finanziell von ihren Eltern unterstützt.

Für mehr als 60 Prozent der Befragten zählen Miet- und Haushaltskosten zu den größten finanziellen Bürden. Mit zunehmendem Alter steigt die Zahl derer, die ihre Miete als große Belastung empfinden. Während nur 49 Prozent der 18- bis 21-Jährigen dieser Auffassung waren, lag der Anteil bei den 26- bis 29-Jährigen bei 80 Prozent.

Die befragten Studierenden fühlen sich von ihrer Hochschule allein gelassen: Mehr als 70 Prozent bemängeln die fehlende Unterstützung bei finanziellen Engpässenoder der Suche nach einem Nebenjob.

Die Miete verschlingt das meiste Geld: Für 80 Prozent der Umfrageteilnehmer nimmt die Miete bis zu der Hälfte oder mehr des ihnen zur Verfügung stehenden Budgets in Anspruch.

37 Prozent der Befragten sahen sich gezwungen, in den letzten Monaten ihr Konto mindestens einmal zu überziehen.