So meisterst Du das neue Semester

Jedes Semester das Gleiche: Du nimmst dir vor, dass dieses Mal alles anders wird. Du wirst keine Vorlesungen schwänzen, deine Referate nicht erst am Abend davor vorbereiten und endlich einmal früher mit dem Lernen anfangen (eine Woche vor der Prüfungsphase ist einfach nicht genug). Doch wie so oft sind Vorsätze nur das - nämlich Vorsätze. Und dein Zukunfts-Ich, das sich in wenigen Tagen den Stoff von Wochen ins Hirn hämmern muss, verflucht dein Vergangenheits-Ich, das lieber reihenweise Serien auf Netflix gesuchtet hat anstatt zu lernen.

Wir können dich nicht von deiner Seriensucht heilen, aber vielleicht helfen dir folgende Tipps, damit dein Zeitmanagement im kommenden Semester etwas weniger miserabel aussieht:

1. Ob klassisch oder old school - nutze ein Organisationstool

Lege dir einen Taschenkalender zu oder nutze einen Kalender auf deinem Handy. Hier trägst du gleich zu Beginn des Semesters (sofern verfügbar) alle Daten deiner Klausuren, Abgabefristen von Hausarbeiten und Referatstermine ein. Genauso solltest du hier aber auch wöchentliche Zeiträume festhalten, in denen du außerhalb der Vorlesungen etwas für dein Studium machst. (Angeblich soll so ein Vollzeitstudium ja 40h pro Woche in Anspruch nehmen…) . In dieser Zeit liest du Texte, bearbeitest Aufgaben und bereitest Referate vor. Je mehr du schon während des Semesters machst, desto weniger türmt sich für das Ende an!

 

2. Verschaffe dir einen Überblick

Schreib dir außerdem zu Beginn des Semesters eine Liste mit der Arbeit die insgesamt für all deine belegten Kurse notwendig ist, z.B.: “2 Klausuren, 2 Referate, 3 kurze Essays, 1 Hausarbeit, 1 Protokoll” und sortiere sie nach Priorität. Lege fest, welchen Zeitaufwand du für jede dieser Aufgaben voraussichtlich benötigen wirst. Plane hier lieber zu viel als zu wenig Zeit und etwas Puffer ein. Oft dauern Dinge länger als man denkt oder es kommt unerwartet etwas dazwischen. Trage dir diese Arbeitszeiten ebenfalls in deinen Kalender ein. Außerdem: Lege dir Termine die du beeinflussen kannst, wie etwa Referate und Protokolle, zu Beginn/ Mitte des Semesters.

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3. Bleibe realistisch

Deine Motivation vor der Vorlesungszeit ist toll. Bleibe in der Planung aber bitte realistisch. Wenn du im Studium bisher immer alles erst kurz vor Abgabe angegangen bist und während des Semesters kaum etwas für die Uni getan hast, wird sich das nicht von einem Tag auf den anderen komplett wandeln. Zu große Pläne sorgen dafür, dass sie nicht eingehalten werden - das frustriert. Sei außerdem nicht zu hart zu dir selbst. Hast du statt wie geplant eine Vorlesung durchzuarbeiten doch lieber das schöne Wetter genutzt und mit deinen Freunden am Kanal gelegen, geht davon die Welt auch nicht unter. Genieße die Auszeit die du dir genommen hast bewusst und arbeite das geplante Pensum an einem anderen Tag nach. Da helfen dann deine Puffer (siehe 2).

 

4. Vorlesungen sind dein Freund (meistens)

Vorlesungen mit hunderten Studenten und einer gut bestückten PowerPoint Präsentation laden geradezu ein, sie nicht zu besuchen. Die Versuchung ist einfach zu groß, noch ein paar Stunden länger im Bett zu bleiben, und den Stoff stattdessen selbst nachzuarbeiten. Aber mal ehrlich: Wie oft macht man das dann tatsächlich? Überwinde dich und gehe zu deinen Vorlesungen! Hier kannst du dir den Stoff vortragen lassen, bei Verständnisproblemen Fragen stellen und kannst dir alles mitschreiben, was dann doch nicht auf den Folien steht.

Das gilt natürlich nicht, wenn die Vorlesung so groß ist, dass man kaum folgen kann oder der Dozent einfach nicht erklären kann.


 

5. Lass deine Finanzen nicht in deinen Weg kommen

Während der Arbeitsaufwand des Studiums im Semester schwankt, bleibt eine Sache immer gleich: Du brauchst Knete. Und damit bist du nicht alleine. Fast zwei Drittel der Studierenden arbeiten neben dem Studium. Schwierig wird es, wenn man trotz der anstehenden Klausuren in der heißen Phase für 3 Schichten die Woche im Café jobben muss. Wer kurz vor den Prüfungen kaum mehr arbeiten kann, wird schnell ersetzt. Für Studenten bietet sich deswegen ein flexibler Nebenverdienst an. Bei Zenjob bewirbst du dich zum Beispiel einmal und bekommst dann per App regelmäßig Angebote für Studentenjobs aus den verschiedensten Branchen. Der Vorteil: Du alleine bestimmst, wann, wo und was du arbeiten möchtest. So kannst du bei Leerlauf in der Uni viele Schichten annehmen und etwas Geld ansparen und dich dafür wenn es brenzlich wird ganz und gar auf die Uni konzentrieren.