Ein Plädoyer für Hobbys

Studieren bedeutet vor allem eines: Zeitmanagement. Vorlesungen besuchen, Texte lesen, Präsentationen vorbereiten, auf Prüfungen lernen und Hausarbeiten schreiben. Daneben muss man sich noch das nötige Kleingeld verdienen und will auch seine Freunde nicht aus den Augen verlieren. Bleibt da überhaupt noch Zeit für ein Hobby?

Natürlich ist es verlockend, nach einem langen Tag einfach vor ein paar Folgen deiner Lieblingsserie auf Netflix zu versacken. Aber was ist eigentlich mit den ganzen Hobbys aus der Schulzeit geworden? Schon vor der Einschulung waren wir in der musikalischen Früherziehung, bald darauf im Kinderturnen. Mit sechs chauffierten uns die Eltern zum Klavierunterricht, auf dem Gymnasium gingen wir zweimal die Woche zum Fußballtraining und einen Tag blieb man länger in der Schule um beim Orchester oder der Theatergruppe mitzuwirken. Das bot Abwechslung vom Schulalltag und man konnte Fähigkeiten entwickeln, die nicht auf dem Lehrplan stehen (Teamgeist beim Fussball, Selbstbewusstsein beim Schauspielen, Ehrgeiz beim Ballet!). Wo bleibt der Ausgleich zum Studium? Zeit, sich wieder ein Hobby zu suchen! Hier sind einige Vorschläge:


Fußball, Handball, Basketball und andere Teamsportarten

Warum? Ob Hochschulsport oder Sportverein, Teamsportarten haben einen großen Vorteil: da andere sich auf dich verlassen, bist du motivierter zu den Trainings- und Spielterminen aufzutauchen. Neben einem freien Kopf bekommst du außerdem das einmalige Gemeinschaftsgefühl einer Mannschaft dazu.


Wandern, Ski-/Snowboardfahren, Klettern - Sportarten in der Natur

Warum? Damit du endlich einmal mehr von deiner Unistadt siehst als nur die Uni, den Supermarkt und die Barmeile. Außerdem ist die frische Luft ist ein netter Ausgleich zum stundenlangen Verweilen in der überlaufenen und stickigen Bibliothek.


Yoga

Warum? Tut Körper und Geist gut, kostet so gut wie nichts (Yogamatten gibt es für unter 15 Euro, Einleitungen massig auf Youtube) und kann auch einmal für eine 15 Minuten Einheit zuhause eingeschoben werden.

Tanzen - ob Ballet, Modern Dance, die klassischen Standardtanze oder Salsa

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Warum? Es ist für jeden etwas dabei - je nach bevorzugter Musikrichtung, ob allein, zu zweit oder in der Gruppe, einfach zum Spaß oder als Wettbewerbssportart. Obendrauf gibt Tanzen ein tolles Körpergefühl.


Lesen - warum nicht mit Freunden einen Bücherclub grunden?

Warum? Weil trotz des hohen Lesepensums für die Uni nichtwissenschaftliche Texte immer noch Spas machen können. Und das darüber Reden auch.


Schreiben, zeichnen, fotografieren, filmen, in einer Band spielen,...

Warum? Damit du Raum für deine kreative Seite hast. Steigert dein Wohlbefinden. Eventuell kann dein Hobby dich auch karrieremäßig weiterbringen (wer zum Beispiel im Anschluss das Schreiben zum Beruf macht).

 


Engagement im sozialen oder kulturellen Bereich

Warum? Weil sich nichts besser anfühlt, als Arbeit in etwas zu stecken, hinter dem man wirklich steht.