“Da wird doch nur gefeiert” - Diese 5 Vorurteile sollten dich nicht vom Auslandssemester abhalten

Während des Studiums ins Ausland zu gehen ist meist eine Erfahrung, die man sein Leben lang nicht vergisst. Etwa 30 Prozent der deutschen Studierenden nehmen diese Chance wahr. Was hält dich noch zurück? Hier sind 5 Vorurteile über das Auslandssemester, die wir dir gerne ausreden wollen:

1. Zu kompliziert

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Also erstmal: So unkompliziert wie im Studium wirst du vielleicht danach nie wieder ins Ausland kommen, vor allem wenn es dich ins außereuropäische Ausland verschlägt. Aber wir geben zu, ein paar Formulare musst du schon ausfüllen, und auch die Organisation an der Gastuniversität ist am Anfang oft nicht ganz einfach. Sieh es, als was es ist: deine Chance selbstständiger zu werden! Nach der Uni musst du dich schließlich auch um Dinge wie Versicherungen und deine Steuererklärungen kümmern...

 

2. Zu teuer

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Klar, bei einem Auslandssemester kommen Kosten auf dich zu: An- und Abreise, Wohnung, Lebensunterhaltskosten, eventuell Impfungen, Versicherung und und und. Genauso stehen aber auch eine Menge Möglichkeiten zur Finanzierung zur Verfügung: Auslandsbafög, Erasmus-Stipendium, Stipendien der Universität oder des DAAD. Oder du beißt vorher in den sauren Apfel und arbeitest und sparst in den Semestern davor. Informiere dich vorher unbedingt über die Preise in den verschiedenen Studienzielen: Für ein Semester in einer skandinavischen oder britischen Stadt musst du tief in die Tasche greifen, ein Semester in einer osteuropäischen Stadt kommt dich womöglich günstiger als der Alltag zuhause!

 

3. Zu destruktiv für die Liebe

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Erasmus als Beziehungskiller - das hört man oft. Die Frage ist aber, ob es wirklich der oder die Richtige war, wenn die Beziehung nicht einmal wenige Monate Distanz ausgehalten hat? Wem der Partner wirklich wichtig ist, helfen Skype und Co. und ein Besuch über das grosse Vermissen hinweg.

Für Singles könnte der Auslandsaufenthalt sogar die große Liebe bringen - laut einer Studie der EU lernten knapp ein Viertel der ehemaligen Erasmus-Studenten ihren Lebenspartner beim Austausch kennen. Die Zahl der “Erasmus-Babys” wird auf etwa 1 Millionen geschätzt!

 

4. Zu viel Party

An dieser Stelle wollen wir nicht so tun, als würden Auslandsstudenten nicht viel feiern. Wenn das nicht dein Ding ist, muss dein Alltag im Ausland aber keineswegs so aussehen. Du gestaltest deine Zeit schließlich wie du möchtest: Ziehe einfach nicht ins notorische Wohnheim und schliese dich den wilden Parties am Abend nicht an. Es ist wie zuhause an der Uni auch - manche sind Feiertiere, andere eben nicht. Es wird dich keiner zwingen, zum Partymonster zu mutieren.

 

5. Zu wenig Einheimische

“Auslandsstudierende hängen doch nur mit anderen Auslandsstudierenden ab.” Auch hier gilt: das liegt ganz an dir selbst. Natürlich ist es nicht ganz so einfach, an einer Uni neue Freunde kennenzulernen, an der sich die Gruppen schon längst gebildet haben. Wem das wichtig ist, der sollte Aktivitäten außerhalb der vom International Office organisierten wahrnehmen: einem Sportverein beitreten, sich in einer Hochschulgruppe engagieren, einen Tandem-Partner suchen. Aber auch wenn du meist mit der “Austausch-Familie” abhängst, ist das nicht zu verachten: Man gewinnt Freunde aus aller Welt, erweitert seinen Horizont und kann später Leute überall auf der Welt besuchen. Und auch für die spätere Karriere ist dieses Netzwerk nicht zu verachten!